Jamaika: Das Herz Bob Marleys

Jamaika: Das Herz Bob Marleys

Wenn die Sonne am Abend im Meer versinkt, legt sich ein fast magisches Licht über Jamaika. Alles scheint vergoldet, und die Luft ist erfüllt von Musik. Wohin man auch geht, Reggae, Blues, Jazz. So klein die Insel in der Karte der Welt ist, sie scheint als musikalisches Herz zu schlagen, zu pulsieren. Jamaika hat einen der bedeutensten Musiker der Weltgeschichte hervorgebracht: Bob Marley. Seine Leidenschaft für Musik, die Religion der Rastafari und sein Zuhause Jamaika haben ihn unsterblich gemacht. Nirgendwo sonst auf der Welt kann man seinen Geist so spüren, wie auf der Insel, um die sich für Bob Marley alles drehte. Beuscher können auf Jamaika Bob Marleys Spuren folgen, und sich inspirieren lassen.

Bob Marley wurde am 6. Februar 1945 im Städtchen Nine Mile auf Jamaica geboren. Sein voller Name lautete Nester Robert Marley. Sein Leben war schon früh vom Rassengedanken über Schwarz und weiß geprägt. Als Sohn einer schwarzen Jamaikanerin und eines weißen Amerikaners, war die Frage nach seiner Identität ein Thema, dass sich durch sein Leben und seine Songs zog. Der Vater unterstützte Frau und Sohn finanziell, war aber fast immer auf Reisen und verstarb schließlich als Bob 10 Jahre alt war. Von der Gemeinde in Nine Mile nie voll akzeptiert, ziehen Mutter und Sohn als dieser 12 Jahre alt wird nach Trench Town in Kingston. Dort lernte Bob Reggae und Musiker kennen, die seine Leidenschaft für die Musik weckten. Mit 17 nahm er seine erste Platte auf.

Um Bob Marleys Spuren auf Jamaica zu folgen kann man entweder in Eigenregie die geographischen Meilensteine seines Lebens in Nine Mile aufsuchen, oder sich einer geführten Tour anschließen. Die Bob Marley Expirience holt die Teilnehmener an ihrem Hotel ab, und führt einen durch die sanften Hügel von Parish St. Ann, der Garten Jamaicas genannt, nach Nine Mile. Das zwischen Bergen versteckt liegende Dorf beherbergt Bob Marleys Geburtstshaus und seine letzte Ruhestädte.

Die Tour beginnt mit einer Führung durch das Geburtshaus, aus der Sicht des kleinen Jungen der er damals war. Das Haus ist Heute ein Museum mit umfangreicher Fotogalerie. Der Führer der Tour kann Besuchern viele Geschichten und Anekdoten über Bob Marleys Jugend verraten, und wie seine musikalische Karriere hier in Nine Mile ihren Schatten vorraus warf. Man kann auf dem, aus Songs und Interviews mt dem Künstler bekannten „Mt. Zion Rock“ stehen, auf dem Bob Marley meditierte und selbst fühlen, wie dich das „Kissen“ aus dem Song „Talking Blues“ anfühlt.
Ein Höhepunkt der Tour ist der Besuch seines Mausoleums in Nine Mile. Denn auch wenn er sich an eine Punkt in seinem Leben gezwungen fühlte, Jamaika zu verlassen, am Ende kam Bob Marley wieder nach Hause. Sein tragisches Ende macht das Grab zur Pilgerstädte für Marley Fans aus aller Welt.

Bob Marley

1976 spielte der inzwischen Weltberühmte Bob Marley auf dem „Smile Jamaica“ Konzert, dass von einem lokalen Politiker organisiert wurde, um die aktuellen innerpolitischen Spannungen in Jamaika zu beruhigen. Marley, seine Frau und sein Manager wurden im Haus der Marleys von unbekannten Attentätern angeschossen, seine Frau schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Marley, nur leicht an Brust und Arm verletzt, spielte das Konzert wie geplant. Er musste auf seine Band verzichten, da viele Musiker sich versteckt hielten, aus Angst vor weiteren Anschlägen. Bob Marley hingegen trat auf, und antwortete auf die Frage, ob er nicht eher einen Tag frei nehmen wolle: „Die bösen Jungs dieser Welt nehmen sich auch keinen Tag frei. Warum also sollte ich es tun?“

Die zwei Jahre danach lebte Bob Marley in London, wo er schon viele seiner Alben aufgenommen hatte. Das war die längste Zeit, die er je von Jamaika fernblieb. Als 1977 diagnostiziert wurde, dass er Krebs hatte, kehrte er in seine Heimat zurück. Er tourte zwar weiterhin durch die Welt, und nahm Alben auf, war aber wieder auf Jamaika zuhause. Als überzeugter Rastafari lehnte Bob Marley aus religiösen Gründen eine Amputation des vom Krebs befallenen Zehs ab, und vertraute auf alternative Behandlungsmethoden. Er verlor den Krieg gegen die Krankheit und verstarb 1981 in Miami an deren Folgen. Seine letzten Worte an seinen Sohn Ziggi lauteten „Geld kann dir kein Leben kaufen.“

Bob Marley ist tot, aber auf Jamaika wird er nie sterben. Überall findet sich der Künstler, und seine Lebensweißheiten sind Jamaikanern und Fans auf der ganzen Welt auch heute noch eine Inspiration. Kaum ein anderer Musiker hat die Welt so beeinflusst wie der kleine Junge aus Jamaika. Auf der Insel spürt man den Geist Bob Marleys, und kann selbst das Leben auf dem Eiland erleben, dass den Künstler stets tief berührte. Wer Bob Marley sucht, wird Jamaikas Herz finden.

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