Die Top 8 sehenswertesten Orte Indiens

Die Top  8 sehenswertesten Orte Indiens

Indien ist ein Land, welches in unseren Gedanken hauptsächlich aus grünem Dschungel und palmenbesäumten Stränden besteht. Gleichzeitig kommen bei dem Gedanken an Indien Bilder großer Armut in uns auf. Slums liegen an den äußeren Rändern der Großstädte und auf dem Land leben die Menschen teilweise in heruntergekommenen Hütten ohne Strom und fließendem Wasser. Die Überschwemmungen durch den Monsun im Sommer und die Dürre im heißen Winter machen es schwer, aus der Landwirtschaft großen Gewinn zu erzielen.

Bei einer Reise nach Indien sollte man nicht nur die Tempel und Prachtbauten ehemaliger Herrscher besichtigen und am Strand liegen, es lohnt sich auch mit einer Hilfsorganisation in eines der Dörfer zu fahren, die etwas angelegener sind und dort die Bevölkerung und ihre Probleme kennen lernen. Trotz der schwierigen Situation und der Armut sind diese Menschen nämlich von einer Art Glück erfüllt, die uns fremd ist. Sie sind fröhlich und freundlich und heißen Besucher herzlich willkommen.

Top 1: Taj Mahal

Taj Mahal
Das Taj Mahal ist wohl die bekannteste unter den indischen Sehenswürdigkeiten. Das Mausoleum wurde 1631 vom Großmogul Shah Jahan in Gedenken an seine Frau erbaut, die verstorben war. Der weiße Marmor aus dem das Gebäude besteht leuchtet und verleiht dem Taj Mahal eine ganz besondere Aura. Eingearbeitet wurden außerdem zahlreiche Edelsteine. Ü

ber 20.000 Bauarbeiter waren am Bau dieses Mausoleums beteiligt. Um den Bau ranken sich zahlreiche Legenden, so zum Beispiel, dass angeblich nach dem Bau sämtlichen Handwerkern die Hände abgehakt und alle Architekten hingerichtet wurden, damit kein anderer Herrscher das Gebäude nachahmen konnte. Der Großmogul selbst wurde neben seiner Frau begraben, jedoch besagt hier eine andere Legende, er hätte vor gehabt ein eigenes Mausoleum für sich bauen zu lassen, auf der anderen Seite des Flusses, welches ein Ebenbild des Taj Mahals in schwarz hätte darstellen sollen.
Heute kann man das Taj Mahal besichtigen, welches aufgrund seiner besonders gelungenen Symmetrie und Schönheit als perfekte Darstellung des Mogulstils bezeichnet wird. Zudem ist es seit 2007 UNESCO Weltkulturerbe.

Top 2: Freitagsmoschee

Freitagsmoschee

Die Freitagsmoschee in Delhi ist die größte Moschee Indiens und trägt den Namen Jama Masjid. Sie zählt außerdem zu den größten Moscheen der Erde. Das Gebäude wurde aus rotem Sandstein geschaffen, der an manchen Stellen mit weißem Marmor ergänzt wurde. Auch die Kuppeln bestehen aus weißem Marmor. Das Zusammenspiel aus weiß und rot wirkt besonders schön.
In einer Freitagsmoschee wird für das Freitagsgebet und die Freitagspredigt genutzt und steht normalerweise nur an größeren Orten. Der Hof der Jama Masjid kann 20.000 Gläubigen Platz geben.
Teile der Moschee können für einen kleinen Eintrittspreis auch von Touristen besichtigt werden. Doch auch schon von außen ist dieses Gebäude beeindruckend.

Top 3: Rotes Fort

Rotes Fort

Die Stadt Delhi beherbergt noch eine weitere bedeutende indische Sehenswürdigkeit, das Rote Ford. Dieses Fort ist eine Festungs- und Palastanlage des Mogulkaisers Shah Jahan. Der Name entstand durch die rote Färbung des verwendeten Sandsteins, welche sich auf beeindruckende Weise von der Umgebung abhebt. Das Fort wird von massiven Mauern umschlossen, welche genau nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Im Inneren lassen sich prächtige Gartenanlagen und prunkvolle Paläste besichtigen. In einige der Gebäude kann man auch hineingehen. Die Palastgebäude bestehen hauptsächlich aus weißem Marmor, so kommt ihre Schönheit und Bedeutung besonders zum Vorschein. Im Innern der roten Mauern kann man ein klein wenig nachvollziehen, wie frühere Herrscher in Indien gelebt haben.

Das Rote Fort ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Indiens und seit 2007 gehört auch dieses Gebäude zum UNESCO Weltkulturerbe.
Bei einem Besuch des Forts kann man auch ein wenig über die Geschichte Indiens lernen. Zahlreiche Eroberungen und Angriffe gingen nicht spurlos an dieser Festung vorbei.

Top 4: Humayun Mausoleum

Humayun Mausoleum

Ebenfalls in Delhi liegt das Humayun Mausoleum, die Grabstätte Nasiruddin Muhammad Humayun. Er war der zweite Herrscher des Großmodulreichs von Indien und das Mausoleum gilt als erstes repräsentatives Gebäude der Mogularchitektur, die später so typisch für das Land werden sollte. Das Mausoleum wurde nach Humayuns Tod von seiner Frau gebaut, die kritisch jede Bewegung der Handwerker betrachtete.

Das Mausoleum liegt in der Mitte einer prächtigen Gartenanlage, die von vier Bachläufen durchzogen wird. Der Garten soll den im Koran dargestellten Paradiesgarten verkörpern.
Um auf das Gelände zu kommen passiert man zunächst einen Torbau, der sich jedoch von den Toren anderer Mogulgräber unterscheidet. Auch das Grabmonument weißt noch Unterschiede auf, so sind zum Beispiel keine Minarette um das Gebäude herum errichtet worden.

Hauptteil des eigentlichen Baus ist eine Kuppel, die sich über dem zentralen Grabraum erstreckt. Das Humayun Mausoleum wurde 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und bis 2003 restauriert, so dass die alte Pracht wieder aufleben kann.

Top 5: Pushkar

Pushkar
Die Stadt Pushkar ist eine kleine Stadt im Nordwesten Indiens. Obwohl der Ort nur sehr klein ist, spielt er keine große Bedeutung für den Bundestaat Rajasthan und für die Gläubigen Inder. Er liegt nämlich am Pushkarsee, der heilig ist und zu dem jährlich tausende Hindus pilgern, um die segnen zu lassen, bzw. um ihre eigene Familie zu segnen. Die Reinigung und Segnung wird von Brahmanen durchgeführt und als Zeichen bekommt man hinterher einen roten Punkt auf die Stirn. Neben dem Pushkarsee lohnt sich ein Besuch in Pushkar auch aufgrund der vielen Tempel. Der wichtigste ist der Brahma-Tempel, welches der einzige dieser Art in Indien ist und aus dem 14. Jahrhundert stammt. Außerdem beherbergt die Stadt, wie andere indische Städte, so genannten Ghats, Treppen, die zum Wasser hinunter führen und ca. 400 weitere kleine Tempel.

Wer im November in Indien unterwegs ist, sollte auf jeden Fall nach Pushkar fahren, denn dann findet dort der jährliche Kamelmarkt statt, einer der größten Kamelmärkte weltweit. Hunderttausende Menschen kommen dann in die Stadt.

Top 6: Goldener Tempel

Harmandir Sahib
Der Goldene Tempel, in Indien Harmandir Sahib ist das höchste Heiligtum der Sikhs. Er liegt in Amritsar im Norden Indiens. Der Tempel ist mit Blattgold belegt, woher auch der Name stammt und wird von einer Palastanlage umgeben. Der fünfte Guru der Sikh ließ den Tempel im 16. Jahrhundert erbauen. Jeden Tag werden im Tempel Verse aus dem Heiligen Buch der Sikh rezitiert, die mit Musik untermalt sind und in der gesamten Anlage ausgestrahlt werden, was eine ganz einzigartige Atmosphäre erschafft.

Der Tempel wird vor allem von Pilgern besucht, die zu tausenden dorthin wandern. Sie dürfen für bis zu drei Tage in der Anlage übernachten.
Der Tempel ist jedoch nicht nur ein Ort der Zuflucht und der Religionsauslebung, er steht auch in engem Zusammenhang mit der Leidensgeschichte der Sikh in Indien. Mehrmals wurde der Tempel gestürmt, um radikale Sikh zu vernichten.
Ein Museum am Haupteingang soll an diese Zeiten erinnern.
Da der Tempel direkt an einer Wasseranlage erbaut wurde, lohnt sich auch ein Besuch am Abend. Dann spiegeln sich die goldenen Lichter im Wasser und ergeben ein tolles Bild.

Top 7: Goa

Goa
Goa ist ein Bundesstaat im Südwesten Indiens, der durch seine traumhaft schönen Strände und ausladenden Palmenwälder bekannt ist. Neben der wunderschönen Natur sind Goa und seine Bewohner für die weltoffene Art bekannt. Goa war lange Zeit eine portugiesische Kolonie und bis heute finden sich einige Gebäude und Überreste, die an diese Zeit erinnern.
Wer einige Tage am Strand verbringen möchte und einen etwas anderen Teil und Lebensstil Indiens kennen lernen möchte, sollte für ein paar Tage nach Goa reisen.

Top 8: Mumbai

Mumbai
Mumbai ist die Hauptstadt Indiens und liegt im Westen des Landes. Bis 1996 hieß es noch offiziell Bombay und ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Wer mit dem Flugzeug in Mumbai ankommt oder von dort abfliegt, sollte ruhig ein paar Tage länger bleiben und die pulsierende Metropole auf sich wirken lassen. Neben modernen Einkaufspassagen finden sich hier auch Sehenswürdigkeiten aus früheren Zeiten. So zum Beispiel die Insel Colava mit dem Gateway of India, den Rajabai Tower, die Elephanta Hölen und viele weitere. Auch die Parks und Museen der Stadt sind einen Besuch wert. Auf dem Malabar Hill befinden sich zum Beispiel die Hängenden Gärten von Mumbai, mit Tierstatuen aus Pflanzen.

Wichtige Veranstaltungen und Feste werden auch in Mumbai gefeiert, so zum Beispiel das Banganga Music Festival im Januar, der Mumbai Marathon, das Mumbai International Film Festival, das Ganesh Chaturthi, Pferdesportrennen und viele weitere.

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